Das Projekt

Museum Alois Carigiet

Alois Carigiet, der Vater des «Schellen-Ursli», soll ein eigenes Museum in seinem Geburts- und Wirkungsort Trun erhalten. Der Grafiker, Maler und Illustrator war ein Suchender, ein Getriebener. Mit diesen Eigenschaften hat der Bündner Künstler der Nachwelt ein reiches Erbe hinterlassen, das weit über seine international bekannten Kinderbücher hinausgeht. In der Casa Desax sollen Werke zu den verschiedenen Facetten des Künstlers an einem Ort zusammengeführt und einem breiten Kreis von Kunstinteressierten gezeigt werden.

Das Patrizierhaus Casa Desax ist eines der wichtigsten historischen Baudenkmäler der Surselva. Mit der Einrichtung eines Museums kann das einzigartige Zeugnis der Architektur aus dem 18. Jahrhundert erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Statements

Bernard Cathomas, ehemaliger Direktor der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia
«Die Casa Desax in Trun ist ein Kleinod, das vom Geschmack der Erbauer und vom damaligen Selbstbewusstsein der Surselva zeugt. Heute droht diesem eindrücklichen Baudenkmal der Zerfall. Es ist der Talschaft und der Stiftung Casa Desax sehr zu wünschen, dass dieses Gebäude mit vereinten Kräften aus der Region und aus der ganzen Schweiz erhalten und sinnvoll genutzt werden kann.» 

Dumeni Tomaschett, Gemeindepräsident Trun
«Für mich ist die Casa Desax das schönste Haus in der Surselva.» 

Simon Berger, Kantonaler Denkmalpfleger, Denkmalpflege Graubünden
«Für die Denkmalpflege des Kantons Graubünden kann das Projekt ganz klar als ausserordentlich bezeichnet werden. Die Casa Desax stellt sich damit auch in eine Reihe mit Grossprojekten wie der Restaurierung der Klosterkirche in Disentis oder der Restaurierung des Bischöflichen Schlosses in Chur.
Die Ausserordentlichkeit der Casa Desax und des geplanten Projektes ergibt sich aus der besonderen Stellung im Ortsbild, der erhaltenen historischen Substanz, der sozialgeschichtlichen Wichtigkeit für Trun und den Kanton Graubünden, dem denkmalpflegerischen Konzept und dem geplanten Nutzungskonzept.
Die Denkmalpflege hat ein Interesse daran, nicht nur die klassischen Denkmäler wie Kirchen, Burgen und Schlösser zu unterstützen und zu fördern, sondern auch private Häuser aus verschiedenen Epochen. Erst mit diesen Objekten ergibt sich ein Gesamtbild über die vielfältige und damit identitätsstiftende Baukultur des Kantons.» 

Fritz Wehrli, Stiftung Hirschen-Ensemble
«Mit dem Projekt Casa Desax wird dank privatem Engagement innovative Nutzung mit integralem Denkmalschutz auf einen Nenner gebracht. Das muss Schule machen». 
 

Alfred R. Sulzer, Malans GR, Ehrenpräsident Domus Antiqua Helvetica
«Mit der Casa Desax ist ein einzigartiges Zeugnis patrizischer Wohnkultur in der Surselva intakt erhalten geblieben. Dem Erhalt und der Instandstellung dieser historischen Liegenschaft kommt deshalb grosse Bedeutung zu. Doch erst, wenn die Bewohner sich darin wohlfühlen, erfüllt das Haus seinen Sinn und Zweck. Deshalb begleite ich die sorgfältig geplante Renovation gerne mit meinem guten Rat.»

Remo Derungs, gasser, derungs Innenarchitekturen GmbH
«Die Eigentümerschaft Susanne Hollenstein und ihr Partner Kajo Bächle möchten mit einer sanften Sanierung und Nutzungsanpassung dem Gebäude neues Leben einhauchen. 
Die sorgfältige Restaurierung der historischen Bausubstanz unter Bewahrung der Patina mit den Spuren der vergangenen Jahrzehnte ist den Eigentümern, sowie den Architekten und der Denkmalpflege ein wichtiges Anliegen, damit die Atmosphäre und die architektonische Qualität erhalten werden kann. Mit gezielten örtlichen Eingriffen und der Instandstellung der Oberflächen wird das Gebäude nachhaltig für die Zukunft gerüstet.» 

Bericht der Denkmalpflege GR

«Das Wohnhaus der für Trun bedeutenden Familie Caprez ist sowohl aus historischer, ortsbaulicher als auch baukünstlerischer Sicht von regional hervorragender Bedeutung. Seine Struktur und die aussergewöhnlich gut erhaltene historische Bausubstanz machen es zu einem Denkmal der gehobenen Bündner Wohnkultur. Stilistische Merkmale (Mansarddach, Enfiladen, Rokkoko-Dekorartionen) verweisen auf die Geschichte des Erbauers, der in französischen Diensten war. Die erkennbaren Erneuerungen unter Sepp Fidel Desax aus den Jahren um 1900 sind ebenso von hoher Qualität (Fassaden, Fenster). Aufgrund der im Historismus praktizierten Bezugnahme auf frühere Stilepochen harmonieren diese Elemente mit der ursprünglichen Substanz.»

>Ausführliche Dokumentation Inventar mit Bildern

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